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cemetery
Volksmusik der Deklassierten
Frei.Wild ist eine Band aus Südtirol. In Südtirol ist das Leben nicht sonderlich hart. Es gibt zwar Berge, auf denen man bis zur Besinnungslosigkeit herumkraxeln kann, aber die Eingeborenen im Norden Italiens überlassen das Kraxeln lieber den Touristenhorden, die das Land in den Sommermonaten zur Freude des örtlichen Gastgewerbes heimsuchen. Mit einer verschwindet geringen Arbeitslosenrate und dem schönen Bergpanorama steht es um die Südtirol nicht schlecht bestellt. Schwer vorstellbar, dass in diesem Idyll Jungmänner Höllenqualen erleiden mussten. Aber so geschah es wohl der eingangs erwähnten Band Frei.Wild. Ihre Lieder zeugen von einer tiefen Verzweiflung, einem allzu harten Leben, dass seit nunmehr zwölf Jahren eine lyrisch-musikalische Aufarbeitung erfährt.
Freilich wurden Frei.Wild hierzulande nicht wegen ihrer schweren Jugend bekannt. Es war ihr Durchbruch in Deutschland und der Widerstand von Seiten der deutschen Indie-Musikszene, der Frei.Wild auch in Österreich zum heiß diskutierten Kassenschlager werden ließ. Aber wie kam es dazu, dass eine Südtiroler Deutschrock-Kombo, die genregemäß mehr durch Lautstärke als musikalisches Talent zu bestechen weiß, plötzlich Schlagzeilen von der deutschen Bild bis hin zum österreichischen Standard machen kann?
Posted in music
Tagged audiolith, böhse onkelz, echo, frei.wild, hartz IV, jennifer rostock, kategorie c, krawallbrüder, mia, turbostaat
Stories from the cold, cold north.
Part I, Langweile am Bahnhof Sangerhausen.
Keilerei gesucht, doch Freunde gefunden.
Start : 4:35
Posted in awayday, england, football and fashion, young savages
Tagged casuals, freundschaft, huddersfield, leeds, stone island
Vom Untergang des Abendlands
Taxler Tamara berichtet live von der geilsten Hüttengaudi Österreichs.
Basisbanalitäten
In the afternoon of January 24, the Greek government via the ministry of transport ordered the civil conscription (i.e. the forced return to work) of the workers at the Athens Metro, who had been on strike for the past eight days. In response, the workers in all other mass transportation mediums in the city (buses, metro green line and tram) have also joined or extended their strikes.
Today at approximately 03.40 am, riot police (MAT) and police’s special anti-terrorist task force (EKAM) stormed the central metro depot in Sepolia, W. Athens, in their attempt to break the transport strike. At least 100 workers were inside the depot at the time of the operation and at least three were detained.
Posted in a.c.a.b., class struggle
Wölfe im Winter
„Wild heult der Wolf des nachts im Wald
und findet nichts zu beißen.
Doch ich geb ihm ’nen Hahnenkamm,
der soll ihm den Hals zerreißen.“1
Das Wolfsrudel ist die ideale Gemeinschaft der Österreicher, es ist das Individuum verschlingende Racket, welches sich mit anderen zum Staat vereint, der ihre Mordbrennerei institutionalisiert.
Eine kleine Geschichte einer kollektiven Selbstverstümmelung.
Fest pressen sich die österreichischen Steuerzahler im Winter der Ökonomie an den Wärme verheißenden Staat, immer in Angst um die eigene erbärmliche Existenz, die sie doch gerade durch derlei Nähe gänzlich auszulöschen drohen. Doch bleiben sie außerstande sich vom eisigen Bann der kollektiven Zurichtungsmaschinerie zu befreien, sind ihr vielmehr verbunden wie der alternde Wolf dem Wolfsrudel, welches ihn doch nur schindet und permanent mit Ausschluss oder Tod bedroht.
Schließlich ist solch Etatismus in Österreich hart erkämpft, egal ob Proletarier oder Bourgeois, man hat dem Platz im Wolfsrudel gewollt und auch mit dem eigenen Blut dafür gezahlt. Seit den Frühtagen der Bourgeoisie, den vorsichtigen Annäherungen der Monarchie an die Aufklärung, wählten die umherschweifenden Subjekte im Angesicht der kapitalistischen Kälte die Selbstzurichtung, die Angleichung der eigenen Temperatur an die der, vom Warentausch verkühlten, Außenwelt.
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Posted in austria, class struggle, communism
Tagged österreich, etatismus, ferdinand lassalle, friedrich engels, karl marx, sozialdemokratie, spö, staat

