Category Archives: antigerman

the calling

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Demokratie und Postnazismus

„Dieser Bonaparte, der sich als Chef des Lumpenproletariats konstituiert, der hier allein in massenhafter Form die Interessen wiederfindet, die er persönlich verfolgt, der in diesem Auswurf, Abfall, Abhub aller Klassen die einzige Klasse erkennt, auf die er sich unbedingt stützen kann, er ist der wirkliche Bonaparte, der Bonaparte sans phrase.“ (Marx, S.161)

Ende 2014 hat sich in Dresden das ostzonale Lumpenproletariat zu einem diffusen Bündnis formiert. 1 sUnter dem Kürzel PEGIDA1 appelliert dieser Auswurf aller Klassen mit seinen Demonstrationen an den Staat, dem er sich, um der eigenen Überflüssigkeit Herr zu werden, als (post-)faschistischer Abwehrmechanismus anzudienen sucht. Diese konformistische Mobilisierung hält bei aller Ablehnung des politischen Establishments Staat wie Demokratie die Treue und trifft auf eine zivilgesellschaftliche Gegenmobilisierung, die ihr darin in nichts nachsteht. Einmal mehr zeigt sich, dass demokratischer Meinungspluralismus und nationalsozialistisches Erbe nicht im Widerspruch zueinander stehen.

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I will be your Berlin Wall and I will never fall

Killing Nazis

Nichts zu feiern

Nachfolgend ein Aritkel des Genossen Michail Awakowitsch zum Wiener „Fest der Freude“.

Am 8. Mai wurde in Wien zum ersten mal ein „Fest der Freude“ anlässlich der militärischen Niederschlagung des Nationalsozialismus begangen. Ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie hierzulande mit zeitlicher Verzögerung die realpolitischen Erfolgsmodelle Deutschlands kopiert werden.

Während der 8. Mai in Wien traditionell eher als erweiterter Volkstrauertag angesehen wurde, kippte dieses Jahr die Staatsräson. Aus der Beschwörung des unschuldigen Österreichs, das schmerzlich seine Kinder vom deutschen Nationalsozialismus zu Grabe tragen ließ, wurde die Freude über die Besetzung durch die Alliierten und über die Niederschlagung der Armeeverbände des Nationalsozialismus am 8. Mai 1945. Die Schmach über die militärische Niederlage der eigenen Groß- und Urgroßelterngeneration und das Versagen der großdeutschen Träumerei spielen auf einmal keine Rolle mehr in der österreichischen Staatsräson. Sie erscheinen nun vielmehr als unnötiger Ballast denn als gesellschaftlich noch tragfähig.

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welcome to hipster town