Über die notwendige Militanz der Vernunft

Was 2006 galt, gilt auch heute (nicht wirklich notwendige Aktualisierungen in Kursivschrift):

“Damals schrieb Karl Marx den “kategorischen Imperativ” auf, alle gesellschaftlichen Verhältnisse umzustürzen, unter denen die Gattung sich selbst widerspricht, d.h. jedweden Zustand der Herrschaft des Menschen über den Menschen. Kein Staat verdient zu existieren, außer, als Notwehr, Israel. Heute dagegen kann sich “Der Spiegel” darüber freuen, einen antisemitischen Haudrauf wie Jakob Augstein sein Eigen nennen zu können und der Bayrische Rundfunk sich nicht minder euphorisch mit deutschen Nahost-Experten à la Thorsten Teichmann1, die den Bewohnern von Aschdod am liebsten bei Kaffee und Kuchen erklären würden, dass ihre Auslöschung schon der angemessene Preis für einen Frieden sei, vergnügen. Das ist der Unterschied ums Ganze. Und darum ist der Krieg der israelischen Armee gegen die Hamas ein guter Beweis dafür, daß die Militanz der Vernunft noch Zukunft hat. Anders gesagt: die israelische Armee ist der bewaffnete Arm der revolutionären Kritik im Stande ihrer gesellschaftlichen Unmöglichkeit.”

  1. So geschehen im Tagesgespräch auf Bayern 2 vom 20.11.2012, zu finden im BR-Archiv.

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