Einer der das Politische aus dem Privaten vertreiben wollte

Man hört immer wieder, daß die Abschaffung des Staates eine Utopie sei. Meiner Einschätzung nach ist es aber der einzig realistische Weg für eine humane Zukunft.

Der hier Zitierte war in seiner Jugend noch Bewunderer des Duce und überzeugter Faschist. Im Gegensatz, zu einem sehr deutschen und, vielleicht gerade deshalb, furchtbar uninteressanten Nobelpreisträger hat er aber nie einen Hehl daraus gemacht, dass er im Alter von 18 Jahren der Wehrmacht beitrat und Seite an Seite mit deutschen Landsern jugoslawische Kommunisten jagte.
Aber anders, als jene deutschen Kulturschaffenden, welche von 1933 bis 1945 einen Blackout hatten, hat er später nicht drittklassige Romane geschrieben, sondern unter anderem mit “die Transformation der Demokratie” eine der wichtigsten Schriften zur Staats- und Politikkritik zu Papier gebracht.
Der überzeugte Agnolist Johannes Agnoli wäre gestern 83 Jahre alt geworden.

Bei Context XXI kann man sich seine letzte Vorlesungsreihe, welche er im Wintersemester 1989/90 an der FU Berlin hielt, anhören.

Des weiteren sei der Cafe Critique-Vortrag “Ein Staatsfeind mit Lehrstuhl” sehr zu empfehlen:

read on:

Johannes Agnoli & Peter Brückner – Die Transformation der Demokratie

Joachim Bruhn (Hg.) – Kritik der Politik

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