Der schwarze Block

Es ist Erregung in ihren Gliedern. Sie sind eingehakt, Arm umschlingt Arm. Der heiße Atem unter schwarzem Textil verspricht Nähe und in Anspannung harrt man der Entladung oder dem nicht minder berückenden Wonnegrausen, die eigene Ohnmacht eingeprügelt zu bekommen – doch es lockt, mütterlich umgarnt die Masse und dem Gesetz des Vater Staats mag man trotzen; und wie berauscht entgleitet man der Drohung, dem Schlag: entflieht. Den Erwachsenen ist man diesmal begegnet: In der Willkür der Bande hat man beschädigt, endlich geschlagen und ist geschlagen worden. Keine Verlautbarung der schwarz Vermummten, die nicht beständig den Mythos nährt: Die ‘Bullen’ haben begonnen, man war ‘Opfer’ – ewiglich. Mag auch den Abend danach lüstern am Heros gestrickt werden, wie man zuschlag, wie man entkam, wie man die Sache ‚auf die Spitze‘ trieb; die Wunden hat ein Außen verursacht. Nur auf diese Weise bleibt die ödipale Konstellation bewahrt: Die ‘Schuld’, ja dann doch ‘Unschuld’ des Kindes übertrat das ‘Gesetz’, all jenes, was vermeintlich durch Verbot und Lob in kanalisierende Bahnen gelenkt wurde.

via Association Antiallemande Marburg

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