Where do we stand?

Eigentlich wollte ich mich an diesem kalten Wintersonntag mal Richtung Frankfurt (am Main) begeben um, für die mit der Antifa Nierstein begonnen Serie zu Besuch beim schwarzen Block, aus der WG-Küche der Autonomen Antifa [F] zu berichten. Diese ist mit Sicherheit um einiges niveauvoller eingerichtet als die schäbigen Unterkünfte der Antifaschisten über die ich stattdessen berichten werde. Heute wird es um Liebe gehen, um Sex und Gewalt, um ein Antifa-Racket wie man es eigentlich nur in Magdeburg oder Finsterwalde vermuten würde. Kurzum, heute ist nada zu Besuch im besetzen Geräteschuppen der Antifa NRW und ihres liebenswerten Anhangs.

An dieser Stelle sei bereits erwähnt, dass es sich bei keiner der im folgenden verlinkten Seiten um NeoNaziseiten handelt. Auch wenn man sofort die Anti-Antifa am Werke glaubt werden sämtliche hier verlinkte Seiten wohl von Antifaschistinnen und Antifaschisten betrieben (was auch immer der Begriff Antifaschismus für die jeweils Beteiligten für eine Bedeutung hat, ich möchte ihn den engagierten Leuten hier aber nicht absprechen).

Teil 2
Where do we stand?
The Antifa NRW Story

Die Antifa NRW (nicht zu verwechseln mit der mittlerweile wohl verstorbenen antifa.nrw.net / man möge mich korrigieren wenn ich da falsch liege) versteht Antifaschismus, ähnlich wie die Damen und Herren der Autonomen Antifa [F] (wobei ich hier doch schon einmal Ankündigen darf, dass diese in einer ganz anderen und wirklich um einiges schickeren Liga spielen), als einen Kampf ums Ganze. Das heißt dann im besten 90er Jahre Slang:

Antifa ist und bleibt für uns der Kampf ums Ganze. Die revolutionäre Perspektive ist und bleibt der wichtigste Faktor unseres Gesamtkonzepts – sie ist der Motor unserer Arbeit. Nur ein antikapitalistisches und konsequent antisexistisches und antirassistisches Arbeitskonzept, lässt die Theorie und Praxis linker Politik nicht ins Leere laufen.

Sehr schön hierbei ist auch „der Motor unserer Arbeit“, es versprüht irgendwie den diskreten Charme sozialistischer Propaganda aus den 20er Jahren und wirbt hier dann doch für das zukünftige, antifaschistische Arbeitsprojekt Weltrevolution.
Der Kampf ums Ganze ist hier dann auch immer noch ein Kampf gegen McDonalds und den „BRD-Imperialismus“. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass man sich selbst als eine antiimperialistische Antifa-Gruppe begreift und sich präventiv des Verdachts – hier sei noch Eingeschoben, dass ich mir durchaus nicht sicher bin ob dies nun das deutsche Volk nicht abschrecken soll oder man sich doch bewusst die Möglichkeit zur Querfront nicht verbauen will – erwehrt man könnte, in welcher Art auch immer, antideutsch sein.

Dabei verstehen wir uns allerdings als antiimeprialistische und antikapitalistische Antifaruppe, die sich nicht in das antideutsche Schublade stecken lassen will.

Man ist also nicht bloß irgendwie auf der Steinzeitantifapille hängen geblieben sondern verteidigt den eigenen Zustand der Verblödung auch noch mit besten antiimperialistischen Beißreflex gegen die, mehr oder weniger direkt, als Bedrohung wahrgenommenen Antideutschen.
Für nächstes Jahr mobilisiert nun die Antifa NRW, gemeinsam mit Gesinnungsgenossen, zu einer bundesweiten antikapitalistischen Demonstration nach Essen. Unterstützt wird das ganze von einem breitem Spektrum, welches vom antisemitischen Volksbarden Holger Burner (Rap will ich das ja jetzt gar nicht nennen) über diverse inhaltlich genauso verwirrte Nachwuchsantifas bis hin zur Mumia-Hörbuchgruppe Neukölln reicht.
Der Aufruf zu eben dieser Demonstration nimmt dann auch kein Blatt vor den Mund. Denn was hier als antikapitalistische Demonstration daherkommt ist alles andere als ein progressiver Versuch die bestehenden Verhältnisse zu Gunsten eines Vereins freier Menschen aufzuheben. Hier wird probiert, mit Zuhilfenahme der Pillenmetaphorik aus Matrix einen Aufruf an das jugendliche Publikum zu bringen der inhaltlich zwischen neonazistischen 1. Mai-Aufruf und 8. Klasse Gesellschaftskunde Aufsatz schwankt.
Ein paar Highlights:

Bei Deinem Wunsch eine Familie zu gründen, musst du dir darüber im klaren sein, wie schwierig es sein wird, deinem Kind bei der herrschenden Gewalt in den Städten, eine gesunde Erziehung zukommen zu lassen. Drogenkonsum, Gewaltbereitschaft und Sexismus sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Auf ihren Handys sehen sich die Jugendlichen aus dem Internet herunter geladene Gewaltvideos an, die sie nach der Schule an wehrlosen Mitschülern nachstellen. Auf Partys wird sich ins Koma gesoffen, währenddessen sich auf der Toilette jemand mit den Folgen einer Überdosis Koks herumschlägt.

Die so genannten “Antiterrorkriege” im Irak, Israel, Türkei, Libanon und Afghanistan fordern jeden Tag viele Opfer, während sich hier zulande der Sicherheitsstaat breit macht und die verbliebene Demokratie ablöst.

Soweit zur Einführung in die Welt der Antifa NRW (und des vermutlich an sie gekoppelten Projekts Antifa Bewegungsmelder).
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Die folgende Geschichte beruht auf einem “Outing” von dem mittlerweile bekannt ist, dass es von Autonome Nationalist aus Gladbeck verfasst wurde. Dieses ist freilich nicht zu begrüßen und den Herren gehört wahrlich eine antifaschistische Abreibung verpasst. Da ich aber äußerst ungern Beiträge lösche und an der ganzen Geschichte ein nicht gerade geringer Wahrheitsgehalt haftet werde ich sie weiterhin hier stehen lassen.
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Nun stieß ich im Kotzkübel der deutschen Linken, wo die linke Szene immer offener das zur Schau stellt was sie im inneren bewegt, auf einen Bericht der so genannten „Anonymen antideutschen Aktion Dortmund“. Unter dem Titel „Antifa-NRW – Spitzel in den eigenen Reihen“ gibt es hier anhand der Dokumentation von ICQ-Gesprächen und diverser SMS einige interessante Einblicke in das Innenleben der Antifa NRW. Da Indymedia den Artikel mittlerweile natürlich versteckt hat (Klarnamen, etc.) werde ich nun mal einige Perlen daraus darbieten. Ich muss an dieser Stelle aber auch noch einmal darauf verweisen, dass es sich halt um einen Indymediabeitrag handelt, von daher die Quelle alles andere als sicher ist.
Die ganze Geschichte ist ein klassisches Beziehungsdrama was allerdings einen gewissen Reiz dadurch erhält, dass neben einem schlagkräftigen Antifaschisten (Antifa NRW, wohl auch mal schnell mit der Faust dabei wenn er von weiblicher Seite ein nein hört), auch noch ein NeoNazi und eine Ex-Antifa Frau (Antifa NRW), welche wohl nun dann doch ihrer Bestimmung als national-sozialistische Aktivistin entdeckt hat, vorkommen. Aber lest selbst:

Kurze Zusammenfassung: Eine Antifaschistin lernte einen, sich als Antifaschist ausgebenden, Nazi kennen. Sie weihte ihn in Aktionen ein und gab Informationen weiter. Bis dahin noch einigermaßen schuldlos. Allerdings erkannte Sie, wie nun herausgefunden, nach wenigen Monaten, dass es sich bei dem ,,Interessenten“ um einen Nazi handelt. Aber nicht, wie erwartet, erstattete Sie den Genossen Bericht, sondern sie behielt den Kontakt und schützte Ihn über mehrere Monate. In der Zeit verliebte Sie sich ihn diesen, gab zu ,,mein ganzes Weltbild wurde zerstört“ und ,,Nazis sind doch keine Subjekte, sondern Menschen, ich liebe dich“. Sie lieferte dem Nazi weitere Informationen.

Unter anderem werden auf diesem Weg fleißig Internas, wie etwa Treffpunkte für Spontandemonstrationen, Informationen über Antifas und – wohl am folgenschwersten – der Termin für die Demoanmeldung der besagten antikapitalistische Demonstration in Essen weitergegeben:

Um 11.00 Uhr schrieb Sie dem Nazi, sie würde bald, gegen 13 Uhr, nach Essen fahren, um dort mit einem Antifaschisten die Demo für den 09.02.2008 in Esse anzumelden. Dies hatte zufolge, dass bekannte Nazis aus Essen aus Gebüschen die ,,Antifaschistin“ samt Genossen unbemerkt ablichteten. Des weiteren kam es an diesem Tag, wie sie schrieb, nicht zur Anmeldung. Daraufhin der Nazi ,,Aber es gibt bereits eine Mobilisierungsseite, also ein illegaler Aufruf“. Die Konsequenz ist eine Anzeige Essener Nazis gegen den Anmelder wegen vorzeitiger Anmeldung.

Ob sie die Informationen Anfangs nur weitergab um ihren tief sitzenden Hass auf Antideutsche freien Lauf zu lassen ist leider aus dem Beitrag nicht ersichtlich. Es ist aber zu vermuten, dass folgendes für die gute Frau nur die logische Konsequenz aus Jahrelanger antiimperialistischer Antifaarbeit war:

In späteren SMS, die wenige Tage nun alt sind, ist davon die Rede, dass sie der Antifa-Bewegung abgeschworen hat, Nazi-Aufkleber kleben lässt und bei Antifa-Aufkleber steht Antifa-Symbol oder URL entfernt. Sie sei nun rein antikapitalistisch und ,,könne mit antideutschen Spinnern wie der Antifa Essen Z nichts anfangen“.

Denn Bereits zuvor hatte sie in einem Forum ihres ex-Antifafreunds fleißig Listen mit Antideutschen Gruppen herumgereicht die man Boykottieren müsse.
Auch wenn in diesem Fall sicher die Beziehungs- bzw Liebessituation hinzukommt erscheint die Wandlung die hier aus der Antifaschistin eine bekennende nationale Sozialistin machte doch nur logisch. Ähnliches war ja bereits zu Beobachten als seinerzeit fast bei der komplette Antifa Marl eine Metamorphose hin zu den Autonomen Nationalisten Marl stattfand.
Da darf man doch gespannt sein ob in NRW bald noch mehr Leute von Links nach Rechts hüpfen, verwunderlich wäre es nicht.

Zur allgemeinen Unterhaltung und da ich ja auch was von Sex – und so Zeug auf das ihr sensationslüsternden Blogger alle so scharf seit – versprochen habe einige Auszüge aus Moppas SMS an ihren NeoNazi-Lover (irgendwie müssen wir ja alle an unsere Referrer kommen…):

Oh mann was musst du jetzt nur von mir denken, bin voll verwirrt ich halte eigentlich viel von träue und nun ertappe ich mich bei gedanken die sind schon nicht mehr feierlich xD
Nein, ja an bumbum hab ich gedacht aber das doch normal wenn man jemanden mag  aber noch viel mehr wie süß du bist und wie du redest und alles voll…wahnsinnig

Ach das ich dir einen geblasen habe. Dann hab ich ihm gesagt dass er spinnt und das ich dich toll finde und jetzt reden wir gar nicht mehr.
Ich sitze nicht neben ihm ich liege auf meinem bett und schaue fern er sitzt am pc und redet nicht. Kann erst jetzt antworten weil ich das handy draußen hab sons er geht sons dran und liest alles.
Ne ich mach nichts mit XXX, wofür ich dich brauch? Das willst du lieber nich wissen

Ich und XXX haben uns voll gestritten, er ist voll geticket, ich hab schluss gemacht, bin jetzt raus.
Er hatte einen Grund ich habe heute nacht in schlaf von dir gelabbert und das fand er nicht so schön. Er geht nicht aber ich beachte ihn nicht und mach meine tiere sauber.

So genug davon, wer mehr Privatsachen anderer Leute lesen will schreibe Indymedia…

Kommentare zum Post finden sich hier.

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